
Juan Amador, der dieses Jahr mit seinem Restaurant, www.amador.ag, von Langen nach Mannheim umgezogen ist, war und ist der erste Deutsche Koch, der innerhalb der ersten drei Monate nach der Wiedereröffnung wieder mit 3*** Michelin ausgezeichnet worden ist. Unsere Gratulation und unseren Respekt für diese Leistung. Auch der Restaurantführer Gault Millau hat ihn wieder ausgezeichnet, dieses Jahr mit 18 von 20 Punkten!
Auch in Mannheim zaubert Juan Amador nach wie vor, ist nachweislich einer der besten Köche Deutschlands und wir nicht müde uns mit seiner experimentellen Küche weiterhin höchst zu erfreuen. Hier knüpft er nahtlos an seine Langener Ära an.
Beeindruckt von den schicken Räumlichkeiten in Rot und Weiß sehr modern gehalten starten wir mit einem Amador Klassiker, der nach wie vor ein Highlight ist, seinem Strammen Max, ein traumhaft gegartes Wachtelei im knusprigen Brothörnchen und dazu schlürfen wir eine intensive Schinken Essenz aus dem mit servierten Röhrchen. Gleichzeitig wurde uns vom tadellos freundlichen und aufmerksamen Service ein hauchdünnes außergewöhnlich gutes Flamküchlein serviert, gefolgt von einer herzhaften dünn zusammengerollten Scheibe, Amador ‘s Mannheimer Schweinsbraten. Abgerundet werden die Amuse Bouche von einer im Vakuum gegarten Gänseleber auf einer Emulsion von schwarzem Knoblauch und krustiger Brotscheibe, dem Topinky on the Rocks.
Die erste Vorspeise die Geeiste Beurre Blanc mit Imperial Kaviar, Haselnussmilch & Malzbrot genossen wir schon letztes Jahr in Langen und überzeugte und auch dieses Mal, einfach genial! Danach kam der Ochsenmaulsalat mit Bries, Rettichscheiben, einer Petersilienemulsion und sauer eingelegten Zwiebeln seine traumhafte Reverenz an seine Schwäbische Heimat. Bevor wir mit den Hauptspeisen begannen wurde uns noch Kabeljau Kutteln mit Maiscreme, Pimenton und süßlichem PX Essig mit Popcorn serviert, eine kontrastreiche Kombination die keine Wünsche offen ließ.
Nun kam erstklassiger Kaisergranat, der erste Hauptgang, auf einer haudünnen Scheibe von grünem Apfel, garniert mit gebratenen Entenleberwürfeln, Ziegenkäse und Tröpfchen von Apfelkernöl, à part die dazugehörige Krustentier Bisque. Hier glänzte Juan Amador ‘s Geschick durch die perfekte Harmonie des Gerichts. Nicht weniger spannend und hervorragend zubereitet war die Jakobsmuchel mit dünnen Schweinebauchstreifen und Parmesan in angenehm säuerlicher Soubise. Herrlich auch der auf den Punkt zubereitete St. Pierre mit Kastanien, Perigord Trüffel in einer unglaublich leckeren und geschmackvollen Verjus. Nun folgte der erste Fleischgang ein auf Holzkohle perfekt gegartes Eifeler Urlamm mit Zimtblüte, Pfifferlingen, Kürbiswürfeln auf einen samtigen Kürbispüree das uns absolut begeistert hat. Nicht zu schlagen ist ein weiterer Klassiker der Amador Küche, die butterzarte Mieraltaube mit Kokosnuss, Mango und Purple Curry, immer wieder ein Traum von Geschmack, Texturen und Aromen.
Zum Abschluss erfreuten wir uns and den typischen kleinen süßen Freuden des Juan Amador mit Birne Helene mit Valrhona Schokolade und Vanille, einer Crema Catalan am Stiel mit Saffran und Ananashülle, seinem bei Niedrigtemperatur gegarten lauwarmen Schokoladenkuchen Mohr im Hemd, Nippon dekonstruierter Schokoladenpuffreis und einem zarten fast schmelzenden Käsekuchen Gorgonzola Piccante. Alles wieder einmal aller erste Klasse und sehr sehr lecker.
Ein großes Lob an die Küche, aber auch and die beiden Restaurantleiter Axel Braukmann und Martin March Berg die in Ivan Monreal Herrera einen kongenialen Sommelier gefunden haben. Vielen Dank für einen großartigen Abend auf ganz großer Bühne.
Und hier noch ein paar Fotos vom Restaurant Amador